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Schulungen über Demenzerkrankungen

16 ehrenamtlich tätige Mitglieder des SoVD-Ortsverbandes Papenburg I haben sich im Rahmen der Aktion Demenz Partner über die mit der Demenzerkrankung zusammenhängenden Themen informiert. Die Schulung gehört zu einer Veranstaltungsreihe, die der Sozialverband im Emsland gemeinsam mit dem Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland organisiert.

Die Aktion Demenz Partner ist eine Initiative der Deutschen Alzheimergesellschaft. Sie will in einer breiten Öffentlichkeit für mehr Akzeptanz gegenüber Menschen mit Demenz werben. Dazu werden Schulungen angeboten, die über das Krankheitsbild und den Umgang damit aufklären. Es werden Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige und Tipps für ein gelingendes Miteinander von Menschen mit und ohne Demenz aufgezeigt. Am Ende der Veranstaltung erhalten alle Teilnehmer eine Anstecknadel und eine Urkunde der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, die sie als Demenz Partner auszeichnet.

Gemeinsam mit dem Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland hat der Sozialverband Deutschland mittlerweile emslandweit sechs Schulungen im Rahmen dieser Aktion angeboten und hier zahlreiche SoVD-Mitglieder über das Thema Demenz informiert. Zuletzt beteiligten sich 16 Personen aus dem SoVD-Ortsverband Papenburg I. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse“, sagte Schulungsleiterin Rita Wallmann, die Mitarbeiterin des Demenz-Servicezentrums ist.

Demenz sei ein bedeutendes gesellschaftliches Thema, betont Wallmann. Es gebe immer mehr Erkrankte. Über 1,6 Millionen Menschen seien allein in Deutschland betroffen. „Es ist deshalb sehr wichtig, dass Menschen mehr über die mit Demenz zusammenhängenden Fakten erfahren. Wir wollen dabei vor allem um mehr Verständnis für die Erkrankten und deren Angehörige werben, die sich oftmals in einer schwierigen Lebenslage befinden“, so Wallmann weiter. Demenz sei nicht heilbar. Allerdings könnten Betroffene durch geeignete therapeutische und psychosoziale Hilfen über viele Jahre ein gutes Leben führen, erklärte sie. Eine frühzeitige Diagnose, um mögliche andere Ursachen auszuschließen und geeignete medikamentöse Therapien einzuleiten, sei dazu erforderlich. Wichtig sei für Erkrankte und Angehörige, sich rechtzeitig über bestehende Hilfsangebote zu informieren. Unterstützung gebe es bei den Pflegekassen, Pflegediensten sowie beim Senioren- und Pflegestützpunkt und dem Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland. Hilfe bei sozialrechtlichen Fragen und der Antragsstellung für Pflege- und Sozialdienstleistungen biete der SoVD in einem der drei Beratungszentren im Emsland.

Irmgard Terveer, Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Papenburg I, lobte die Veranstaltung. „Es ist wichtig, dass wir uns über die Erkrankung informieren“, so Terveer. Der SoVD sei sehr daran interessiert, dass mehr über das Thema gesprochen und aufgeklärt werde, so die Ortsvorsitzende weiter.