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Sozialverband SoVD beteiligt sich an der Aktion „Demenz Partner“

Zwölf Mitglieder in Aschendorf geschult

Aschendorf. Der SoVD-Ortsverband Aschendorf hat sich an der von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft initiierten Aktion „Demenz Partner“ beteiligt und zwölf Mitglieder zum Thema Demenz in einem Kompaktkurs geschult. Rita Wallmann, vom Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland, führte die Schulung im Amandushaus durch.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt einer Schulungsreihe, in welcher der Sozialverband gemeinsam mit dem Demenz-Servicezentrum im Rahmen der Aktion „Demenz Partner“ in den SoVD-Ortsverbänden im Emsland über das Thema Demenz informiert. So soll in einer breiten Öffentlichkeit für mehr Akzeptanz gegenüber Demenzerkrankten geworben werden. Zudem sollen Hilfsangebote für Betroffene und Angehörige und der richtige Umgang mit Menschen mit Demenz aufgezeigt werden. Die angebotenen Kompaktkurse sind kostenlos.

Rita Wallmann erklärte, dass mittlerweile 1,6 Millionen Menschen in Deutschland an einer Demenz leiden. Wallmann zeigte im Rahmen ihres Vortrags auf, welche Symptome zu einer Demenzerkrankung gehören und wie sich die Krankheit diagnostizieren lässt. Zudem informierte sie über Risikofaktoren und Präventionsmaßnahmen. Demenz könne bislang nicht geheilt werden. „Dennoch können Menschen, die an einer Demenz erkranken, durch therapeutische und psychosoziale Hilfen über viele Jahre ein gutes Leben führen“, betonte Wallmann. Wichtig sei eine frühzeitige Diagnose, um mögliche andere Ursachen auszuschließen und geeignete medikamentöse Therapien einzuleiten. Sie empfahl, dass sich der Betroffene zum Arztbesuch von einem vertrauten Angehörigen begleiten lässt. „Erkrankte und Angehörige sollten sich darüber hinaus frühzeitig Hilfe holen“, mahnte Wallmann an. So würde ein Pflegegrad oft schon am Beginn einer Demenz anerkannt werden, obwohl man sich pflegerisch noch weitgehend selbstständig versorgen könne. Die Pflegebedürftigkeit sollte dann regelmäßig überprüft werden. Unterstützung und Informationen gebe es bei den Pflegekassen, Pflegediensten sowie beim Senioren- und Pflegestützpunkt und dem Demenz-Servicezentrum des Landkreises Emsland. Am Ende des Vortrags warb sie für mehr Toleranz und Offenheit gegenüber den Betroffenen: „Auch wenn viele Fähigkeiten abhandenkommen, möchten Menschen mit Demenz respektvoll behandelt werden, sozial eingebunden bleiben, nützlich und hilfreich sein sowie möglichst selbstständig und selbstbestimmt leben.“

Nach dem Vortrag konnten die SoVD-Mitglieder anhand eines Demenz-Parcours selbst testen, wie sich die Wahrnehmung von Demenzerkrankten verändert und wie dadurch der Alltag erschwert wird. Am Ende der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmer eine Anstecknadel. Auch dürfen sie sich auf eine Urkunde der Deutschen Alzheimer Gesellschaft freuen, die sie als Demenz Partner auszeichnet.

Eberhard Krange, Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Aschendorf, dankte der Referentin und lobte die Veranstaltung. „Es ist wichtig, dass wir uns über die Erkrankung informieren“, so Krange. Der SoVD trage gerne seinen Teil dazu bei, dass mehr über das Thema gesprochen und aufgeklärt werde, so der Ortsvorsitzende.