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Kostenlose und unabhängige Unterstützung

SoVD erhält Zuschlag für Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung in Lingen und Meppen

Wie kann ich ein selbstbestimmtes Leben führen? Welche Hilfsmittel stehen mir dafür zur Verfügung? Und wo kann ich eine Assistenz bekommen? Diese und viele andere Fragen beschäftigen Menschen mit Behinderung. Unterstützt werden sollen sie dabei zukünftig von der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB). Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat jetzt den Zuschlag für EUTB-Beratungsstellen in Lingen, Aschendorf und Meppen bekommen.

Niedrigschwellige Beratung für Menschen mit Behinderung – das ist das Ziel der EUTB. „Ratsuchende sollen durch die Beratung in die Lage versetzt werden, eigene Entscheidungen für ihre Lebens- und Zukunftsplanung zu treffen“, erläutert Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Emsland, das Konzept der EUTB.

Niedersachsens größter Sozialverband hatte sich um die Trägerschaft für mehrere Beratungsstellen beworben und den Zuschlag vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales für acht Standorte in ganz Niedersachsen im Ammerland, in Aschendorf, Goslar, Holzminden, Lingen, Meppen, Nienburg und Northeim. In Lingen wurde der Antrag in Kooperation mit dem Christophorus-Werk Lingen e.V. gestellt. In Meppen kooperiert der SoVD mit dem St. Vitus-Werk und in Aschendorf mit dem St.-Lukas-Heim.

„Wir starten jetzt mit den organisatorischen Planungen, der Betrieb soll dann offiziell am 1. Juni 2018 aufgenommen werden“, so Sackarendt weiter.

Die Beratung der EUTB ist kostenlos, barrierefrei und unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder erbringen. Außerdem verfolgt sie das Konzept des sogenannten „Peer Counseling“, bei dem Betroffene von anderen Betroffenen beraten werden. „Damit stellen wir eine Beratung auf Augenhöhe sicher“, sagt Sackarendt. Außerdem könnten nicht nur Menschen, die bereits eine Behinderung haben, die Leistungen in Anspruch nehmen, sondern auch diejenigen, die von einer Behinderung bedroht seien.