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Delegierte bestätigen Sackarendt als Vorsitzenden des SoVD-Kreisverbandes Emsland

130 Delegierte des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) haben in Lehrte im Saal der Gaststätte Redecker den neuen Vorstand des SoVD-Kreisverbandes Emsland gewählt und Bernhard Sackarendt im Amt des Kreisvorsitzenden bestätigt.

Sackarendt dankte dem Kreisvorstand für die geleistete Arbeit. Er hob hervor, dass die ehrenamtlich tätigen Mitglieder die zentrale Stütze des SoVD seien. „Sie leben die Solidarität, die den SoVD ausmacht. Sie kümmern sich umeinander und um unsere Gemeinschaft“, sagte Sackarendt. In einer älter werdenden Gesellschaft und einer Zeit mit großen sozialen Umwälzungen werde der SoVD gebraucht. Dies werde auch an der wachsenden Mitgliederzahl des Verbandes im Emsland deutlich. „Der Kreisverband hat über 19.000 Mitglieder im Emsland. Damit sind wir der größte Kreisverband in Niedersachsen“, berichtete der Kreisvorsitzende.

Landtagsabgeordneter Bernd-Carsten Hiebing (CDU) zeigte sich angesichts der Mitgliederentwicklung des SoVD im Emsland beeindruckt. „Wer in 15 Jahren seine Mitgliederzahl in den 44 Ortsverbänden um 10.000 Personen steigert, der trifft den Nerv, der bedient eine Lücke, die die Menschen bewegt und der leistet auch gute Arbeit“, so Hiebing. Der SoVD trete aktiv für soziale Gerechtigkeit ein, so Hiebing. „Soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Solidarität sind die Triebfedern des Sozialverbandes“, sagte Siegrid Kraujuttis, Sozialdezernentin des Landkreises Emsland. Sie hob die Bedeutung des Austausches zwischen Verwaltung und Sozialverband bei sozialrechtlichen Fragestellungen und Themen, bei denen der Mensch im Mittelpunkt stehe, hervor. So seien Pflege, medizinische Versorgung, Rente, Altersarmut und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen Gemeinschaftsaufgaben. Der Bundestagsabgeordnete Jens Beeck (FDP) lobte das Beratungsangebot und das gesellschaftliche Engagement des SoVD. Allerdings habe erst der „Bürokratiedschungel“ dazu geführt, dass Menschen mit Problemen auf die Hilfe von Sozialverbänden angewiesen seien, die einen Weg aus diesem komplexen System weisen. Er plädierte für klare Strukturen und Transparenz im Sozialstaat. Deutliche Kritik übte Beeck am Verhalten der AfD im Bundestag. Er forderte, dass Parteien der demokratischen Mitte gemeinsam mit Verbänden und Gewerkschaften die Werte des Landes verteidigen. 

SoVD-Präsident Adolf Bauer bezog in seinem Referat Stellung zu aktuellen sozialpolitischen Themen. „Der SoVD gilt manchmal als unbequem“, sagte der SoVD-Präsident. Dies führte Bauer darauf zurück, dass der Verband für alle sozialpolitischen Themen klare Konzepte habe, in denen Defizite aufgeführt würden, welche die Politik zu verantworten habe. Zugleich biete der SoVD Lösungen an. „Wir kritisieren die Politik und wir geben Ratschläge“, so Bauer. Es gehe darum, Verbesserungen für diejenigen zu erreichen, die Hilfe benötigten. Bauer kritisierte, dass die schulische Inklusion von der derzeitigen niedersächsischen Landesregierung „auf die lange Bank“ geschoben werde. „Das bedauern wir sehr“, sagte Bauer. Grundsätzlich sei bei der Inklusion in allen Lebensbereichen noch vieles zu erledigen. Verbesserungen habe es zwar bei der Pflege und bei der Rente gegeben. „Unsicherheiten und Defizite können wir aber auch heute noch verzeichnen“, so Bauer.

Kreisgeschäftsführerin Christiane Bentlage stellte den Geschäftsbericht der Sozialberatung und die Entwicklung der Beratungszahlen innerhalb der vergangenen vier Jahre vor. In den 7882 Antragsverfahren, die in diesem Zeitraum geführt wurden, konnten die Sozialberater im Emsland für SoVD-Mitglieder Beiträge von insgesamt 5.221.126,10 Euro erwirken. 2235 Widerspruchsverfahren seien innerhalb der vergangenen vier Jahre geführt worden. In diesem Zusammenhang habe der SoVD im Emsland eine Summe von insgesamt 2.182.706,59 Euro erstritten. „Daran wird deutlich, dass wir viel Positives für unsere Mitglieder erreichen“, so Bentlage.

Bernhard Sackarendt wurde einstimmig als Kreisvorsitzender wiedergewählt. Stellvertretende Kreisvorsitzende wurden Irmgard Terveer und Christel Wekenborg. Schatzmeisterin Bernhardine Schnieders, Schriftführer Bernhard Schwarte, Frauensprecherin Annemarie Hunfeld und die stellvertretende Frauensprecherin Ulrike Hardt wurden im Amt bestätigt. Neu wählten die Delegierten Hermann Schwindeler als stellvertretenden Schatzmeister, der das Amt gemeinsam mit Johannes Rolfes ausüben wird. Christoph Scholz wurde stellvertretender Schriftführer. Beisitzer sind Petra Hanses, Bernhard Többen, Laurenz Schulte, Johann Schepers, Josef Ossevorth und Johannes Ortmann. Die Delegierten wählten Gustav Dietrich, Helena Freiberg, Heinz Kassens und Hans-Joachim Haack als Revisoren. Der Vorstand verabschiedet Willfried Hermeling und Lambert Rave. Hermeling trat nach seiner über 40-jährigen Tätigkeit im Kreisvorstand nicht mehr an. Rave sah aus gesundheitlichen Gründen von einer erneuten Kandidatur ab.