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Defekte Aufzüge bei der Bahn in Papenburg und Lingen

SoVD sieht Menschen mit Behinderungen benachteiligt

Papenburg/Lingen. Der Sozialverband SoVD sieht nach der Pannenserie bei den Fahrstühlen der Deutschen Bahn in Papenburg und Lingen den Gipfel des Zumutbaren für Menschen mit Behinderungen erreicht. „Es kann nicht sein, dass Personen mit eingeschränkter Mobilität wegen eines defekten Aufzugs in ihrem Heimatort nicht in einen Zug steigen können“, sagt Bernhard Sackarendt, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Emsland. Sackarendt fordert deshalb ein schnelles Handeln bei der Reparatur der defekten Fahrstühle und die dauerhafte Sicherstellung von deren Funktionsfähigkeit.

Laut Sackarendt werden vor allem Menschen mit einer Gehbehinderung erheblich benachteiligt, da die betroffenen Bahnsteige unter anderem für Rollstuhlfahrer ohne Aufzüge nicht zu erreichen sind. „Dass die Bahn diese lang andauernden Probleme mit den Aufzügen an den Bahnhöfen in Papenburg und Lingen nicht in den Griff bekommen zu scheint, stößt deshalb bei unseren Mitgliedern auf Unverständnis“, so Sackarendt. Seit 2013 gebe es in Papenburg immer wieder Störungen und auch in Lingen häufen sich die Defekte der Fahrstühle, die über längere Zeiträume nicht behoben würden, so Sackarendt. „Solche Pannen müssen von einem Großunternehmen wie der Bahn besser und vor allem schneller geregelt werden, damit jedem der Zugang zu diesem wichtigen Verkehrsmittel ermöglicht werden kann“, findet der Kreisvorsitzende.

Im Rahmen der SoVD-Kampagne „Ich bin nicht behindert – Ich werde behindert“ werde aus diesem Grund eine Aktion in Papenburg stattfinden, erklärte Sackarendt. „Wir möchten der Bahn verdeutlichen, dass die Inklusion auf allen gesellschaftlichen Ebenen stattfinden muss. Das schließt die Sicherstellung der barrierefreien Mobilität für Menschen mit Behinderungen ein.“